GLOA (ganglionäre lokale Opioidanalgesie)

Blockade des Ganglion cervikale superius ("Mundtechnik")

 

Blockade des Ganglion cervikothoracicum ("Halstechnik", Stellatumblockade) 

Im Kopf-Halsbereich gibt es Nervengeflechte (Ganglien), die eine wichtige Schaltstelle für die Informationsverarbeitung der Nerven darstellen. Diese Ganglien leiten sowohl Informationen aus dem Gesichts-, Schulter- und Armbereich zum Gehirn als auch umgekehrt vom Gehirn in diese genannte "Peripherie". 

 

Schmerzattacken und Dauerschmerzen in diesem Gebiet können durch eine Blockade dieser Ganglien unterbrochen werden. Dabei wird mit einer Spezialnadel, nach vorheriger örtlicher Hautbetäubung, je nach Indikation entweder an die Rachenhinterwand ("Mundtechnik") oder neben den Kehlkopf ("Halstechnik") ein Morphiumpräparat in hoher Verdünnung gespritzt. Die Wirkung setzt zügig ein und hält mehrere Stunden an. 

 

Nach einer Serie von 6-10 Blockaden können die Schmerzen auf längere Dauer deutlich reduziert sein. 

 

Die "Mundtechnik" eignet sich für Schmerzen oder Schmerzattacken oberhalb der Lippen (z.B. bei Trigeminusneuralgie oder -neuropathie, atypischem Gesichtsschmerz, Schmerzen nach Operationen an den Nasen-Nebenhöhlen oder Herpes zoster). 

 

Die "Halstechnik" ist indiziert bei Schmerzen am Unterkiefer, im Schulter-Arm-Bereich wie auch am Arm per se (z.B. bei Trigeminusneuralgie oder -neuropathie, Herpes zoster, atypischem Gesichtsschmerz, versteifter Schulter und Morbus Sudeck des Armes bzw. der Hand zur schmerzfreien Physiotherapie). 

 

Die "Halstechnik" ist vergleichsweise schwieriger als die "Mundtechnik". Beide Techníken können nur mit entsprechender Überwachung in der Praxis durchgeführt werden.

 

 

Bildquelle: www.blackwell.de

 

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